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Mysterienbilder
Philipp Tok (Hg.) Benjamin Kolass
Die Frage, woraus wir Motive unseres Denkens und Handelns schöpfen, beschäftigt uns seit Beginn des projekt.zeitung. Wir fragten nach Identität, nach dem Ursprung des Wissens, wir sammelten Bilder junger Menschen, deren Begegnung uns inspiriert, wir beobachteten den Moment, in dem unser Blick das Bild der Welt erschafft. Jetzt führt uns die Frage zu einem Autor, der vor hundert Jahren, aus den Märchenbildern Goethes, eine Bilderwelt in vier Dramen schuf, in einer Zeit, in der zwei große Erzählungen, die Bibel und die antike Mythologie, als Grundlage der europäischen Bildung verschwanden; inmitten des Aufbruchs der Moderne, kurz vor dem ersten Weltkrieg. - Für diese vier >Mysteriendramen< wurde ein Haus gebaut, um sie vereinten sich viele tausend Menschen. Hundert Jahre später werden sie immer noch - und wieder neu - in ihrem Haus gespielt. Ihre Bilder schöpfen aus dem Mysterium, dem >Unaussprechlichen<, aus dem Bilderprinzip menschlichen Zusammenlebens, dem Schicksal. Seine Fäden klingen in wiederkehrenden Wortmotiven der Figuren und zeigen, wie die Begegnung von Mensch zu Mensch Quelle neuer Bilder ist. - Angeregt von der Goetheanum-Bühne haben wir die folgenden Texte versammelt. Sie entstehen aus dem Eintauchen in die Rätselhaftigkeit der Bühnen-Bilder, aus leise geahnten Bezügen und Entdeckungen. »
Erschienen 05.2010
Seiten 122
Hersteller: Verlag am Goetheanum
, Hersteller Artikel-Nr.: 9783941667143
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